Kuro Obi 黒帯 (Schwarzgurt)

Ich bin mir sicher, dass wenn Sie das Wort „Schwarzgurt“ hören, es für Sie mehr bedeutet, als nur einen schwarzfarbenen Gürtel. Für einen Karateka bedeutet es seinen Stolz und viele Jahre des harten Trainings. Für jemanden, der keine Ahnung vom Karate hat, bedeutet es häufig die Expertise in Karate, oder dass die Person gefährlich ist, was wir amüsant finden.Kuro Obi

Wegen des Filmes „Kuro Obi“ hat dieser japanische Begriff bei vielen Übenden stark an Bekanntheit gewonnen. Dieser Film war zwar nicht auf einem Hollywood-Niveau, aber ein japanischer Lehrer der JKA, Naka-Sensei, hat dort mitgespielt. Ich finde es interessant einen echten Shotokan-Ausbilder in einem Karate-Film zu sehen. Unter dem folgenden Link können Sie sich den ganzen Film anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=urQQBsoTjfw

 

Welche Farbe Ihr Gürtel auch haben mag, so tragen Sie ihn bestimmt bei jedem Training. Die Gürtel machen einen großen Teil unseres Karatetrainings aus, dennoch gibt es viele Fakten dazu, die Sie nicht kennen könnten. Vielleicht hatten Sie sich in der Vergangenheit für die Gürtel interessiert, vielleicht tun Sie das heute immer noch. Die Themen in diesem Artikel sind, mehr oder weniger, trivial im Bezug auf das Karate, aber ich finde sie trotzdem interessant. Zu einem gewissen Ausmaß ist es für uns alle wichtig bestimmte Sachen zu wissen und zu schätzen. Aus diesem Grund hoffe ich, dass dieser Artikel Ihnen helfen wird das Karate und dessen Kultur besser zu verstehen.

Der Dan-Grad und das Schwarzgurt-System im Karate ist an sich ein interessantes und rätselhaftes Thema. Wir sollten uns die Geschichte anschauen, um zu verstehen, wo dieses System ihre Ursprünge hat. Viele Leser dürften bereits wissen, dass es im okinawanischen Karate, welches von Meister Funakoshi in Japan eingeführt wurde, keine Gürtelsysteme gab. Wussten Sie, dass Funakoshi dieses System aus dem Judo übernahm? Der Erfinder von Judo, Jigoro Kano (1860 – 1938), war ein sehr gebildeter Mann und außerdem sehr talentiert und erfolgreich auf geschäftlichem und akademischem Gebiet.Jigoro Kano
Zum Beispiel gründete er 1882 die Kampfkunst Judo und in kürzester Zeit erreichte sein Dojo eine Mitgliederzahl von mehreren tausend Menschen. Er war auch einer der ersten Repräsentanten des olympischen Komitees in Japan. Ich vermute, dass er das Dan-System etwa zu der selben Zeit erfand, in der er Judo aus Jujitsu entwickelte. Wie Sie bereits wissen dürften, hatten das Judo und Kano Jigoro einen großen Einfluss auf das Shotokan-Karate in der anfänglichen Phase von Funakoshis Unterricht in Tokio. Ob Sie es glauben, oder nicht, aber selbst der Name „Shotokan“ zeigt diesen Einfluss. Der Name des Judo-Hauptquartiers war Kodokan und in der Welt der Kampfkünstler des damaligen Tokios war dies ein sehr respektabler Name. Somit übernahm Funakoshi das Zeichen für „Kan“ (館: Halle, Gebäude) in Shotokan, vielleicht weil er hoffte, dass sein Dojo genauso groß werden würde wie das Kodokan. Es gibt noch einen Grund, warum Funakoshi den Namen Shotokan wählte: Er glaubte an EIN Karate und wollte keine eigene Stilrichtung (Ryu) gründen. Im Judo gab es nur eine Organisation, das Kodokan, und das gefiel ihm. Er wollte genau die selbe Entwicklung auch im Karate sehen, deshalb wählte er den Namen Shotokan und weigerte sich „Ryu“ zu verwenden. Aus diesem Grund hat das Shotokan kein Ryu am Ende, wie z.B. das Shito-Ryu, oder das Goju-Ryu. Neuerdings bezeichnen einige Leute (aus Unwissenheit, fürchte ich) unser Karate als Shotokan-Ryu, und ich glaube nicht, dass Meister Funakoshi dies begrüßen würde.

Hier ist ein Link zur Wikipedia-Seite über Jigoro Kano, für den Fall, dass Sie mehr über das Leben dieses interessanten Mannes erfahren möchten: http://en.wikipedia.org/wiki/Jigoro_Kano
OK, zurück zum Kuro Obi. Funakoshi hatte die ersten Dan-Urkunden an einige seiner Schüler 1924 vergeben, zwei Jahre nachdem er nach Tokio migrierte.Red & White Belt In der Anfangsphase des Shotokan-Karate war die höchste Stufe, die man erreichen konnte, der Godan (5. Dan), da man es der Regelung in Judo gleich tat. Da die Mitgliederzahl von Judo wuchs, erweiterte der Kodokan die höchst erreichbare Stufe auf den 10. Dan. Karate folgte diesem Beispiel, deshalb haben auch wir heute den 10. Dan im Shotokan. In manchen Karatestilen besitzt der Träger eines höheren Dans einen anderen farbigen Gürtel. Ein Übender mit dem 6., 7., oder 8. Dan müsste einen rot-weißen Gürtel tragen. Beim 9. und 10. Dan dürfte man einen roten Gürtel tragen. Auch diese Gürtel sind eine Imitation des Gürtelsystems im Judo. Offensichtlich mochte Funakoshi dieses Konzept nicht, also übernahm er diesen nicht. Shotokan-Übende tragen bei allen Dan-Graden einen schwarzen Gürtel.

belt with stripes
In manchen Stilen werden auf den schwarzen Gürtel Streifen gestrickt, um zu zeigen, welchen Dan man trägt. Es stimmt schon, dass man nicht sagen kann, welchen Dan jemand inne hat, wenn der Gürtel einfach nur schwarz ist. Ich persönlich mag aber diese Idee der Dan-Vorführung nicht. Ich möchte die anderen Stile damit nicht kritisieren, aber es gefällt mir nicht. Viel mehr gefällt mir die Vorstellung davon, dass ein schwarzer Gürtel mit der Zeit vom vielen Tragen wieder weiß wird. Ich bin stolz darauf einen alten Gürtel zu tragen, da dieser mich in meinen Trainingsalltag viele Jahre stets begleitete. Manchmal begegne ich Shotokan-Übenden, die auf ihren Gürteln Streifen tragen. Bestimmt haben sie keine Ahnung von unserer Tradition. Ich möchte deshalb nochmal betonen, dass es zur Shotokan-Tradition gehört einen einfachen schwarzen Gürtel zu tragen.Old belt
Kendo ist eine weitere Kampfkunst, die ein Dan-Graduierungssystem besitzt, das mal bis zum 10. Dan reichte. Interessanterweise hat die All Japan Kendo Federation im Jahre 2000 beschlossen den 9. und 10. Dan aus dem Programm zu nehmen, sodass der 8. Dan nun die höchst erreichbare Stufe im Kendo ist.

Als nächstes möchte ich ein Thema ansprechen, das speziell mit dem Karate Dan-System zu tun hat und, meiner Meinung nach, viel Beachtung verdient. Es ist etwas, dass Sie alle gut kennen, was aber öffentlich bisher nicht diskutiert wurde:
In vielen Sportarten und Sportveranstaltungen gibt es eigene Graduierungssysteme. Zum Beispiel gibt es im Boxen die Unterteilung in verschiedene Gewichtsklassen und jede Klasse hat ihre Spitzenboxer. Mir ist bekannt, dass es verschiedene Organisationen, wie die WBC, WBA, WBO usw. gibt und jede davon ihre eigenen Ränge hat, aber ich werde heute nicht explizit darauf eingehen. Was ich betonen möchte ist, dass die Ränge im Boxen flexibel sind und nicht auf lange Dauer gehalten werden können. Mit anderen Worten ist Ihr Rang, sei es der Erste (Meister), oder Hundertste nicht dauerhaft (wobei man einen historischen Rekord aufstellen kann, indem man diesen Rang langfristig aufrecht erhält). Man sinkt im Rang, wenn man einen Kampf verliert und verschwindet komplett aus der Liste, wenn man sich aus der Szene zurück zieht. Im Karate und anderen Kampfkünsten ist das nicht so. Sobald ein Dan-Grad verliehen wird, wird der Übende diesen für immer behalten. Er kann erhöht werden, aber nie gesenkt. Ich bin mir aber dessen bewusst, dass die Ränge in Sportarten wie Boxen und Tennis ein anderes Ziel verfolgen, als die Dan-Grade in den Kampfkünsten. Tatsächlich hat Judo nun ein Wettkampf-Rangsystem, das „World Ranking“ (von der IJF) genannt wird und nichts mit dem Dan-System zu tun hat. Ich denke, dass ein Dan-Grad in dem Glauben verliehen wird, dass der Übende sein Training fortsetzt und seine Fähigkeiten nicht verliert. Es wird sogar von ihm erwartet. Die Traurige Wahrheit ist aber, dass viele Graduierte ihr Training nicht fortsetzen und aufhören. Nur eine Handvoll macht weiter und trainiert das ganze Leben über. Dazu kommt, dass ab einem bestimmten Alter der Übende seinen Höhepunkt der physischen Fähigkeiten erreicht hat und diese danach abnehmen, selbst wenn er weiterhin trainiert. Das Erhalten eines Dan-Grades ist eine ehrenvolle Sache und wir sollten stolz darauf sein. Gleichzeitig glaube ich, dass der damit verbundene Anstand und das Wesentliche dieser Grade vorhanden sein muss, damit diese für uns wirklich etwas bedeuten. Es ist eine Schande, aber es gibt heutzutage zu viele Schwindler mit selbst verliehenen Dan-Graden. Ich kann wirklich gut verstehen, warum Funakoshi-Sensei sich weigerte irgendwelche Dan-Grade verliehen zu bekommen.

Lassen Sie uns nun einem anderen interessanten Thema zuwenden. Haben Sie sich schon mal gefragt, warum die Kyu-Grade mit dem 8. anfangen (in manchen Dojos mit dem 10.) und mit dem Fortschritt des Übenden bis hin zum 1. Kyu reduziert werden? Sobald Sie den Shodan (ersten Schwarzgurt) erhalten, erhöht sich der Rang dann mit jeder neuen Stufe. Als ich dem JKA vor 50 Jahren beitrat, hatte ich mich gewundert, warum ich nicht mit dem 1. Kyu begann. Ich fragte mich, warum das Kyu-System nicht in heraufsteigender Reihenfolge gestaltet wurde, wie das Dan-System, konnte meine Lehrer so etwas aber natürlich nicht fragen. Viele Jahre später fand ich heraus, dass das Kyu-System absichtlich so gestaltet wurde. Lassen Sie mich die Logik dahinter mit Ihnen teilen und vielleicht werden sie es dann auch verstehen:
Die grundsätzliche Idee vom Karate besteht darin, dass man von einem Schüler nicht erwartet mit dem echten Karate-Training zu beginnen, bis er den Shodan erreicht hat. Manche von Ihnen dürften den Brauch kennen, wo ein neuer Shodan für einen gewissen Zeitraum einen Weißgurt tragen muss (etwa einen Monat lang). Dieser Brauch soll dem frischen Shodan zeigen, dass er nun am Anfang des echten Karate-Trainings steht, wo er anfängt das wahre Karatedo zu erfahren. Bis dahin ist das Ziel des Übenden das Fundament zu gründen und gleichzeitig schlechte Angewohnheiten, oder die „natürlichen“ Körperbewegungen aus dem Karate auszumerzen.

Das dürfte ein kompliziertes Konzept zu sein, aber es ist ein sehr wichtiges. Mit anderen Worten lernt der Übende die grundlegenden Wege und Bedingungen des Karate, die nötig dafür sind, um die echten Karate-Techniken zu erlernen.
Wenn Sie zum Beispiel eine Person auf der Straße darum bitte eine Faust zu formen, wird sie wahrscheinlich etwas machen, was wie eine Karate-Faust (Seiken正拳) aussieht. Wenn Sie sie aber fragen, wie eine offene Hand aussieht, dann zeigt sie Ihnen eher das, was Sie auf Abb. 6 sehen können,

Open handOpen hand 2

 

 

 

 

Abb. 6                                                                                                                                 Abb. 7

nämlich eine offene Hand in ihrer natürlichen Haltung. Dann bitten Sie die Person die Finger zu schließen und sie formt wahrscheinlich das, was auf Abbildung 7 gezeigt ist, jedoch nie Shuto (手刀, Schwerthand, Abbildung 8)

Shuto hand

Abb. 8

Man braucht etwas Unterricht, um eine Shuto-Hand formen zu können. Und es werden zahlreiche Wiederholungen benötigt, bis Sie die natürlichen Haltungen „vergessen“ und die Shuto-Hand als „natürlich“ adaptiert haben.

Dies ist nur ein einfaches Beispiel und der Umfang der Vorbereitung (das Vergessen natürlicher Wege) beinhaltet all die Stände, Körperbewegungen, Haltungen, Atemmethoden, Beinstärke, Kiai, sowie die Dojo-Etikette, nur um einige weitere Beispiele zu nennen. All dieses Wissen und die Techniken werden tatsächlich benötigt, bevor der Übende mit dem Karatetraining „beginnen“ kann. In einer „perfekten Welt“, sollte er diese Voraussetzungen im Voraus gelernt haben müssen, doch in der Realität werden sie parallel zum Karate-Training erworben. Deswegen beginnen Sie mit dem 8. Kyu und arbeiten sich hoch zum 1. Kyu, während Sie sich auf das wahre Training vorbereiten.
BeltDisplayAnderes Thema: Wie wir alle wissen, beginnt der Anfänger mit dem weißen Gürtel. Bevor er den Schwarzgurt erreicht, gibt es viele verschiedene Farben, die er zuerst tragen muss, wie z.B. gelb, blau, grün etc. Als ich mit dem Karatetraining Anfang der 60-er Jahre begann, gab es nur zwei Farben vor dem Schwarzgurt: Weiß und Braun. Wenn ich mich recht erinnere, fing ich mit dem Mu-Kyu (kein Kyu) an und erhielt nach der ersten Prüfung den 6. Kyu. Wir trugen alle Weiß, bevor wir den 3. Kyu (Braungurt) erreichten. Nun fangen die meisten Dojos mit dem 8., oder 10. Kyu an. Manche Dojos verteilen sogar Streifen, um einen halben Fortschritt auf dem Weg zum nächsten Kyu zu symbolisieren. In einem Dojo sagte mir der Hauptinstrukteur, dass er nie einen Schüler um einen ganzen Kyu aufsteigen lassen würde. Nach der ersten Prüfung würde der Übende den 10,5. Kyu erhalten. Mit diesem System müsste der Schüler 20 Prüfungen absolvieren, bis er den 1. Kyu erhalten und sich für den Shodan vorbereiten dürfte. Ich hatte mir die Bemerkung bei diesem Instrukteur verkniffen (zum Glück war und ist er nicht in dem selben Verband wie ich), da er Karate als reines Geschäft betrachtete. Ich möchte hier nicht darüber urteilen, dass man Karate in ein Geschäft verwandelt, aber ich persönlich würde meine Söhne nicht in dieses Dojo schicken. Jeder Schüler unterscheidet sich in seiner Entwicklung und der Lerngeschwindigkeit. Auch wenn es nicht so gut für das Geschäft wäre, aber ich würde ungern zu viele Prüfungen anbieten, um an noch mehr Geld der Schüler (oder ihrer Eltern) zu kommen.

Eine weitere Frage, die ich oft erhalte, betrifft die Reihenfolge der Gürtelfarben. Ist diese festgelegt nach einem universellen Prinzip? Die schnelle Antwort ist „nein“. Die Grundidee ist, dass man mit Weiß anfängt (keine Farbe) und der Gürtel wird dann immer dunkler Richtung Schwarz. In vielen Schulen ist die nächste Farbe nach Weiß entweder Gelb, oder Hellblau, was meiner Meinung nach Sinn macht. Wie dem auch sei, manche Dojos fangen mit der Farbe rot für den 8. und 10. Kyu an.
Es ist zwar eine dunklere Farbe, aber das ist beabsichtigt. Wie wir wissen ist die Ausfallrate beim Weißgurt am höchsten. Die Lehrer glauben, dass die rote Farbe die Schüler mehr motivieren könnte, als weiß, oder blau und sie dann länger im Training bleiben würden. Das mag stimmen und es wäre eine weitere Geschäftsidee, für die der Leiter des Dojos sich entscheiden könnte. Red beltÜbrigens finde ich das interessant, da im Judo und einigen Karateverbänden der rote Gürtel erst ab dem 9. und 10. Dan erlaubt ist. In unserem Verband gibt es eine Richtlinie für die Farben, die mit dem Kyu-System in Verbindung steht, aber sie ist nicht verpflichtend. Wir lassen die Dojo-Mitglieder entscheiden, welche Reihenfolge sie für die Kyu-Grade bevorzugen würden.

Eine weitere beliebte Frage ist: Wenn man eine längere Zeit (ein Jahr, oder länger) abwesend vom Training war, z.B. wegen einer Krankheit, fragt man sich, ob man den Schwarzgurt überhaupt noch verdient. Man ist sich nicht sicher, welche Farbe man tragen sollte, wenn man wieder zurück in das Dojo kehrt. Es gibt keine allgemeingültige Regel für solche Fälle und wie man so eine Situation angeht, hängt von den Regeln des individuellen Dojos ab. In vielen Schulen und Verbänden hat man kein Problem damit, wenn ein Übender einen Schwarzgurt trägt, auch wenn er lange nicht beim Training war. In einigen Dojos gibt es die Regelung, dass ein Übender, der nach längerer Pause zurückkehrt, für einen gewissen Zeitraum den Weißgurt trägt. Die Länge dieses Zeitraumes variiert ebenfalls und auch hier hängt es von den Verbandsregeln ab.

Wenn Sie einen Schwarzgurt tragen und heute zum ersten Mal nach langer Abwesenheit wieder zurück zum Training kehren, welchen Gürtel sollten Sie dann tragen? Fragen Sie sich selbst, ob Sie heute eine genauso gute Leistung erbringen könnten, wie vor der Pause. Wenn Sie besonders begabt sind, oder sehr selbstsicher, dann können Sie ruhig ihren Kuro-Obi tragen. Wenn Sie aber eine durchschnittliche Person sind, dann werden sie sich wahrscheinlich weniger sicher und koordiniert fühlen und aus der Form sein. Sie könnten sogar einige Kata vergessen haben. Wenn das der Fall ist, warum dann nicht einen Weißgurt tragen? Oder würden Ihr Stolz und Ego das nicht erlauben? Ich würde lieber wie ein großartiger Weißgurt, als ein miserabler Schwarzgurt dastehen. Glauben Sie mir, wenn ich sage, dass die Gürtelfarbe Sie bei Ihrem Karate nicht unterstützt. Der Gürtel lässt Sie nicht besser, oder schlechter aussehen, warum also nicht für einige Monate einen Weißgurt tragen, bis Sie Ihre Koordination, Ausdauer usw. wieder erlangen? Die Dauer des Tragens eines Weißgurtes hängt einerseits von der Dauer der Abwesenheit des Übenden ab, aber auch von seiner Fähigkeit wieder auf das Schwarzgurt-Niveau zu kommen. Es könnte nur einige Monate bis zu hin zu einem halben Jahr dauern. Das hängt alles vom Individuum ab und Ihr Sensei sollte in der Lage sein Ihnen zu sagen, wann Sie wieder bereit sind.

Was denken Sie nun über Ihren Kuro-Obi?

Eine Sache kann ich Ihnen sagen: Selbst wenn Sie einen schwarzen Gürtel tragen, wird er weder Ihnen bei Ihrem Karate helfen, noch Sie gut aussehen lassen. Andererseits gibt es eine gewisse Menge an Verpflichtungen und Verantwortungen, die mit Ihrem Gürtel in Verbindung gebracht werden. Zum Beispiel sollten Sie nicht ein, oder zwei Mal in der Woche trainieren, sondern täglich. Sie müssen in Form sein und einen gesunden Lebensstil pflegen. Übergewicht dürfte bei einem Schwarzgurt nicht toleriert werden. Sie sollten außerdem nach der Dojokun leben und die Nijukun achten.

Asai Dojo kun

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